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Allgemeine Zusammenfassung
von Professor Brian J. Morris, Universität Sydney (Australien)

Eine nicht durchgeführte Beschneidung im Neugeboren- oder Säuglingsalter ist der größte Risikofaktor für HIV-Infektionen bei heterosexuellen Männern (gegenüber Beschnittenen 8faches Infektionsrisiko, noch höheres Risiko bei gleichzeitig vorhandenen Hautläsionen oder Geschlechtskrankheiten), ist verantwortlich für ein 12fach erhöhtes Risiko von Harnwegsinfekten, bedeutet ein hohes Risiko für Säuglinge, im ersten Lebensjahr zu sterben (infolge von Komplikationen eines Harnwegsinfekts: Nierenversagen, Hirnhautentzündung, Knochenmarkentzündung), führt zu einem Todesfall wegen Peniskrebs unter ca. 600-900 unbeschnittenen Männern und erfordert noch häufiger eine Teilamputation des Penis. Bei Männern, die bald nach der Geburt beschnitten wurden, tritt Peniskrebs dagegen überhaupt nicht auf, führt oft zu Entzündungen unter der Vorhaut (Balanitis), Vorhautverengung (Phimose) oder Paraphimose („spanischer Kragen", Strangulierung der Eichel durch eine zu enge Vorhaut). Bis zu 18 % aller unbeschnittenen Jungen im Alter bis 8 Jahre entwickeln eines dieser Probleme, die bei Beschnittenen völlig unbekannt sind, läßt häufig Probleme entstehen, die eine spätere Beschneidung notwendig machen. Gegenüber dem Komplikationsrisiko einer Beschneidung als Neugeborener (1/1000) sind die Risiken bei Älteren deutlich höher (1/100), ist verbunden mit einem häufigeren Auftreten von Gebärmutterhalskrebs bei Partnerinnen von unbeschnittenen Männern.

Es gibt keine Belege für langfristige psychologische Schäden aufgrund einer Beschneidung. Das Risiko einer Penisverletzung ist extrem niedrig und vermeidbar, wenn Beschneidungen nur von kompetenten, erfahrenen Ärzten durchgeführt werden. Bei der chirurgischen Beschneidung werden Verletzungen der Eichel während der Entfernung der Vorhaut durch die Operationstechnik vermieden. Bei der Beschneidung nach der Plastibell-Methode wird die Eichel durch einen Kunststoffring geschützt, der zusammen mit der Vorhaut nach einigen Tagen abfällt, so daß ein „Schneiden" nicht notwendig ist [20]. Die jeweils gewählte Beschneidungsmethode ist häufig auch durch kulturelle und religiöse Traditionen bestimmt.
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