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Beschneidungsforum

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Selbstmord Gedanken wegen Beschneidung als Baby

Tahini
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Registered: 01.06.2014
Level: Foren-Semiprofi
Date: 02.06.2015
Time: 11:06 Uhr
ID: 1844
Posts: 148
Es koennte an dieser Stelle vielleicht auch interessieren, dass ich mich gestern in London mit einer Gruppe von Maennern getroffen habe, die seit Jahren versuchen, ihre Vorhaut wiederherzustellen.

Wir kennen einander von einer amerikanischen Website zu diesem Thema, auf der ich vor Jahren in Ungnade fiel, weil ich die ganzen Geschichten, die dort heissgeruehrt werden, als Spaetbeschnittener einfach ueberhaupt nicht bestaetigen kann, und das auch unverbluemt so kommunizierte.

Meine Botschaft, dass es eigentlich ganz angenehm ist, beschnitten zu sein, und vieles von dem, was von Vorhautromantikern vergoettert wird, gar nicht so toll ist, blieb jedoch "im Untergrund" der Website am Leben, und ich werde regelmaessig kontaktiert von Maennern, die ganz gerne eine ausgewogenere Sichtweise haetten als die des Vorhautkults.

Kurzer Sinn, da ich diese Maenner mittlerweile als Freunde betrachte, und seit Jahren erlebe, wie sie leiden, weil ihnen mit dem Vorschlaghammer eingepruegelt wird, sie "seien verstuemmelt, und ihr Sexleben sei ruiniert, und die boesen Eltern/ Kultur/ Medizin, die es so weit brachte, seien zu verdammen", dass es mir mittlerweile am Herzen liegt, da mal was Ausgewogenes zu dem Thema zu sagen.

Ich glaube, dass auch der Fragesteller hier eindeutig ein Opfer dieser einfaeltigen und aggressiven Meinungsmache geworden ist, und ich kann nur sagen, Gott sei Dank gibt es Foren wie diese hier, auf denen Maenner, die wirklich Vorher und Nachher kennen, sagen koennen, wie es ist. Es sollte mehr davon geben, denn was die Intaktivisten seelisch anrichten, ist zum Kotzen.
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Angewachsenes Vorhautbändchen durchtrennen?

Tahini
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Registered: 01.06.2014
Level: Foren-Semiprofi
Date: 26.05.2015
Time: 19:05 Uhr
ID: 92
Posts: 148
Ich hatte nach meiner urspruenglichen Beschneidung lediglich ein durchgetrenntes Frenulum, und eine nur leicht gekuerzte Vorhaut. Das fuehrte jedoch zu einer ziemlich nervigen Dynamik, denn die noch vorhandene Vorhaut rollte staendig vor und zurueck, je nach Erektionsstatus. Dabei stuelpte sie sich auch noch um, und abgesehen davon, dass das einfach unangenehm war, sammelte das auch noch staendig Textilfasern ein. Abends hatte ich dann immer einen "Aequator" von dunklen Textilfusseln um die Eichel.

Ehrlich gesagt, ich wuerde es eher andersum empfehlen: Wenn, dann das Frenulum behalten, aber die Vorhaut umso kuerzer machen. Das hat neben besserer Stabilitaet auch noch den Vorteil, dass man keine Naehte im Frenulumbereich setzen muss. Die sind schon unangenehm. Und wenn die Vorhaut kurz genug ist, gibt's ja auch nicht mehr viel, was am Frenulum ziehen koennte.
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Beschneidung im Alter noch sinnvoll?

Tahini
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Registered: 01.06.2014
Level: Foren-Semiprofi
Date: 18.05.2015
Time: 17:05 Uhr
ID: 502
Posts: 148
Ich hoerte vor Jahren mal einen Radiobeitrag ueber Juden aus der Sowjetunion, die in die USA auswanderten, und dort endlich dem juedischen Gebot der Beschneidung nachkommen durften. Die interviewten Maenner, manche ueber siebzig, schilderten, wie angenehm sauber und frei sich das anschliessend anfuehlte.

Insofern... ja, es duerfte sich in jedwedem Alter lohnen. Man empfindet ja doch staendig was.
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Wieso gehen die Meinungen über Beschneidung auseinander?

Tahini
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Registered: 01.06.2014
Level: Foren-Semiprofi
Date: 12.05.2015
Time: 20:05 Uhr
ID: 26
Posts: 148
Hi Hinnerk,

danke Dir. Smiley

Die sich gruselnden Unbeschnittenen kannte ich noch gar nicht, weil meine Interneterfahrungen sich im amerikanischen Raum abspielten, wo man's meistens mit verstoert wirkenden, wuetenden Beschnittenen zu tun hat, die riesen Hasskappen gegen ihre Eltern und die Medizin schieben. Kommt mir oft eher schrill vor, und ich frage mich auch, ob sich da vielleicht eher Leute mit einem generellen Wutproblem treffen, die sich an der abwesenden Vorhaut austoben.

Der hie und da auftauchende Unbeschnittene auf solchen Foren hat sofortigen Star-Status, und wird uebergossen mit Bezeichnungen wie "wunderschoen!" (Fotos werden gerne gepostet).

Wie dem auch sei, dass Unbeschnittene erstmal skeptisch sind, wenn uninformiert, scheint mir nur natuerlich. Dass diese Neigung dann jedoch verwendet wird, um Stimmung zu machen gegen einen Eingriff, der fuer einen grossen Teil der Menschheit von grosser, kultureller, religioeser, und medizinischer Bedeutung ist, halte ich fuer unzivilisiert, untolerant, und schlichtweg gefaehrlich. Mir kommen da im gleichen Atem die Impfgegner in den Sinn.
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Wieso gehen die Meinungen über Beschneidung auseinander?

Tahini
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Registered: 01.06.2014
Level: Foren-Semiprofi
Date: 11.05.2015
Time: 21:05 Uhr
ID: 24
Posts: 148
Um den Faden wieder aufzunehmen: Warum gehen die Meinungen ueber Beschneidung also auseinander? Hier meine Auffassung:

1. Es gibt unterschiedliche Betrachtungswinkel, die gerne einseitig appliziert werden: Ethik, Kultur, Medizin, und ein Element, das ich als "Urban Myths" bezeichnen wuerde. Das sind schonmal von vornherein sehr unterschiedliche Ausgangspositionen.
2. Es gibt unterschiedliche Erfahrungen mit der Beschneidung, die darauf beruhen, dass jeder Mensch anders ist, und dass auch jeder Beschnittene eine andere Beschneidungserfahrung hat, sowohl aufgrund seiner Anatomie, als auch aufgrund des Resultats der Operation.

Logischerweise gibt es bzgl. Beschneidung, wie mit allem anderen im Leben, eine Skala von negativ bis positiv. Im Zeitalter des Internets sehen wir meiner Meinung nach mehr Ausdruck von Negativitaet, weil die, die unzufrieden sind, mehr Motivation haben, ihrem Aerger Luft zu machen, als die, die zufrieden sind Grund haben, das hinauszuposaunen. Es ist wie mit Feedbackformularen - leg welche aus, und was zurueckkommt, ist hauptsaechlich Genoergel. Wir Menschen tun uns wohl einfach leichter, uns zu beklagen, wenn wir unzufrieden sind, als uns als Freudenjodler auf irgendeinen Fels zu stellen und halleluia zu singen.

Und so faellt das Positive unter den Tisch.
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Selbstmord Gedanken wegen Beschneidung als Baby

Tahini
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Registered: 01.06.2014
Level: Foren-Semiprofi
Date: 11.05.2015
Time: 21:05 Uhr
ID: 1840
Posts: 148
Hi BabyCUT,

ich glaube, wir sind alle froh, dass Du's jetzt etwas gelassener sehen kannst.
Glueckwunsch, man sollte sich wirklich nicht verrueckt machen lassen.

Und ich stimme Dir zu, dass man mit der Beschneidung zumindest in der ethisch und wissenschaftlich orientierten, westlichen Welt vermutlich laengst aufgehoert haette, wenn da jemand Kompetentes echten Grund zum Zweifeln gehabt haette.

Ich persoenlich meine, so lange sogar die WHO und Koerperschaften aus der amerikanischen Medizin dahinterstehen (dem Land, in dem man schneller als in den meisten anderen fuer alles moegliche vor Gericht steht und auf Schadenersatz verklagt wird), ist man bestimmt noch nicht ganz auf dem Holzweg.
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Über die Beschneidungsdebatte seit 2012

Tahini
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Registered: 01.06.2014
Level: Foren-Semiprofi
Date: 11.05.2015
Time: 14:05 Uhr
ID: 13
Posts: 148
Hallo Hinnerk!

Sehr gute Idee, zu diesem Thema einen Thread zu eroeffnen. Es gibt uns die Moeglichkeit, unsere Seite der Debatte darzustellen. Und zwar nicht nur (hoffentlich) hinsichtlich wissenschaftlich gestuetzter Ergebnisse, sondern auch, als besonders wertvolle Dreingabe, als persoenlich Betroffene mit der Faehigkeit, detaillierte Auskunft ueber das eigene Erleben wiederzugeben.

Das ist ja etwas, was man in der Welt der sterilen Statistik nicht finden kann, und vermutlich ist es fuer die, die sich fragen, wie es wohl waere, wenn sie den Schritt wagen wuerden, wirklich hilfreicher, unsere persoenlichen Beitrage hier im Forum zu lesen. Darin sehe ich auch den besonderen Wert des Forums.

Zur genannten Debatte:

Deine Beobachtungen teile ich voll und ganz. Es gibt offenbar eine handvoll selbsternannter Aktivisten mit sektiererisch anmutendem Kommunikationsstil in vielen dieser Intaktivistenforen, deren Glaubhaftigkeit fuer mich mittlerweile hochgradig in Frage steht, da dort viel Ungeprueftes recykelt wird, das zum Selbstlaeufer wird; besonders die gaengige Interpretation von solchen Klassikern wie dem der "20.000 Nervenenden"; wozu ich uebrigens nur sagen kann, Meine Nerven! Es ist ein Paradebeispiel dafuer, wie man Leuten mit Zahlen Angst machen kann - und auch will, was mich besonders aergert. Da wird Angst geschuert, und wenn man dann vortritt und sagt "entspannt Euch, das ist in der Praxis bedeutungslos, und ich weiss es, weil ich's ausprobiert habe", dann wird der Bote gekillt.

Ich habe selbst eine Weile auf amerikanischen Foren dieser Art verbracht, zugegebenermassen weil mich das Getoese einfach verunsichert hatte und ich wissen wollte, was los ist. Nach einem guten Jahr intensiver Auseinandersetzung damit kann ich nur sagen, man versaeumt da nichts. Und hie und da wurde ich regelrecht dafuer hingerichtet, dass ich mit meinem Teil hochzufrieden bin. Aber die Maenner, die sich da tummeln, leiden echte Hoellenqualen, und haben eine sich selbst verstaerkende Kultur dort aufgebaut, sehen sich dank der Terminologie dieser Seiten als Opfer teuflischer Machenschaften, und treiben sich gegenseitig zur Oeffentlichkeitsarbeit an.

Die machen da wirklich alle verrueckt, ist mein Eindruck.
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Einstellung gegenüber Nicht-Beschnittenen!?

Tahini
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Registered: 01.06.2014
Level: Foren-Semiprofi
Date: 07.05.2015
Time: 20:05 Uhr
ID: 803
Posts: 148
@ 2ndCut, dieses Eindrucks kann auch ich mich nicht erwehren.

Es ist bisweilen geradezu amuesant, zu beobachten, wie sehr die Beschneidungsgegnerseite um Fakten ringt, waehrend unsere Seite das laengst im Kasten hat und sogar den Luxus besitzt, sagen zu koennen, "... und ausserdem gefaellt es uns einfach besser so."

Diese Position ist voellig unangreifbar. Hat was Souveraenes.
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Einstellung gegenüber Nicht-Beschnittenen!?

Tahini
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Registered: 01.06.2014
Level: Foren-Semiprofi
Date: 07.05.2015
Time: 08:05 Uhr
ID: 800
Posts: 148
Interessante Beobachtungen, Hinnerk. Moeglicherweise ist es einfach wichtig, welche anfaengliche Assoziation man mit dem Phaenomen hatte, um ein entsprechend positives Image davon zu entwickeln. Dabei meine ich, reicht es wohl aus, es einfach nur zu sehen. So war das bei mir; ich sah das, und dachte "was Besonderes!" Und seitdem hatte ich immer das Beduerfnis, selbst auch "was Besonderes" zu haben. Und Unbeschnittene haben eben nicht "was Besonderes" - ich gebe gern zu, dass mich das manchmal ein wenig auf sie herabblicken laesst.

Insofern bin ich ueber all das Internet-Geunke gegen Beschneidung besonders ungluecklich, denn es wird einfach dazu fuehren, dass viele negativ beeinflusst werden, ohne die Sache selbst fuer sich gesehen und erlebt zu haben. Und das nimmt denen die Chance, das positiv zu erleben.

Ich muss auch zugeben, dass die Existenz der Debatte zwischen Beschneidungsgegnern und Befuerwortern den Sachverhalt fuer mich emotional derart zugespitzt hat, dass mir Unbeschnittene mittlerweile auch immer unterschwellig als "Gegner" vorkommen. Was mir dabei missfaellt, ist nicht die Existenz von Gegnern, sondern der Umstand, dass es keine echte, faire, wissenschaftlich gestuetzte Debatte ist, sondern ein emotionales Gequieke, in dem die beschnittene Seite einfach uebertoent werden soll.
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Selbstmord Gedanken wegen Beschneidung als Baby

Tahini
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Registered: 01.06.2014
Level: Foren-Semiprofi
Date: 06.05.2015
Time: 21:05 Uhr
ID: 1836
Posts: 148
Erstmal ganz tief durchatmen.
Umbringen muss man sich wegen eines solchen Themas ganz bestimmt nicht. Werden wir uns erstmal darueber klar, worum es hier wirklich geht. Die Vorhaut ist ein Aermel aus Haut, der bei manchen laenger, bei manchen kuerzer ist. Bei manchen von uns wurde der "Aermel" gekuerzt oder abmontiert, aus welchen Gruenden auch immer.
Und manche von uns, so wie Du selbst z.B., machen sich bisweilen Sorgen, dass die Aermelkuerzung uns enorme Nachteile gebracht haben koennte. Diese Sorgen koennen eigentlich nur von Maennern, die diese Aermelkuerzug im sexuell aktiven Erwachsenenalter erlebt haben, ausgeraeumt werden. Und als solcher kann ich Deine Bedenken wie folgt entkraeften:

1. Abgestumpfte Eichel: Ich bin nun seit 25 Jahren beschnitten, und liess das als 18/ 19 Jaehriger machen. Ich hatte jede Menge Sex vorher und nachher, und man weiss ja, dass das sexuell aktivste Alter um die 18 ist. Ich fuehre auch seit dreissig Jahren Tagebuch, und zwar nicht von der zimperlichen Sorte, und kann somit sagen, eine "Abstumpfung" meiner Eichel kann ich beim besten Willen nicht bestaetigen - wohl aber eine willkommene Beruhigung. Wie auch immer man das messen wuerde, die Daten beruhigen mich. Ich habe dieselben "0-100 Zeiten" (ca. 5-15 Minuten) wie mit 18 (was mir mit 43 die Bestaetigung gibt, dass es eine gute Idee war, nie zu rauchen und generell auf meine Gesundheit zu achten). Ja, ich kann laenger, und zwar wirklich - aber muss nicht laenger.
Meine Faehigkeit, Kontrolle auszuueben, hat sich enorm verbessert seit der Beschneidung. Alles fuehlt sich sehr viel definierter an, sauberer,
stabiler.

2. Zigtausend Nerven: Echt? Wie auch immer, die, die ich habe, reichen voellig aus. Die Orgasmen, die ich heute (mit 43) habe, pusten denen, die ich mit 18 und Vorhaut hatte, die Tueren weg. Und ich bin der Meinung, dass das damit zu tun hat, dass man einfach ein wenig laenger und ausgiebiger rubbelt, und dass das dann einfach seine Konsequenzen hat.
Sexuelle Erregung ist nicht nur koerperlich. Der Kopf muss mitarbeiten.

3. Trockene Eichel: Ja... schon wahr, aber das bedingt auch, dass sie sehr viel appetitlicher wirkt. Die tollsten Sexerinnerungen, die ich habe, sind die von begierigen Partnerinnen, die einfach ueber das Ding herfielen, auch oral; und das war vor der Beschneidung nicht so einfach. Das machen die nicht so bereitwillig, wenn das unygienisch wirkt.
Und den Kram bzgl. Seife und taeglich waschen kann man sich stecken. Ein langer Hautschlauch, der tagtaeglich in Urin getraenkt ist, und in verwesendes Protein (let's face it, folks, so ist es) ist widerlich, egal, wieviel teures Duschgel man ein paar Minuten taeglich drauf zum Schaeumen bringt. Das zieht einfach ein!

4. Intensivere Gefuehle fuer Unbeschnittene: Ja, man kollabiert, wenn die Eichel die Badehose beruehrt. Muss ich nicht wiederhaben. Sexuell gesehen bringt das nichts.

5. Potentere Unbeschnittene: Es gibt immer Potentere. Wenn man sich davon wahnsinnig machen laesst, kann man auch nach Tibet ziehen und Moench werden. Ist bestimmt auch schoen.
Aber Spass beiseite, da kann ich ganz felsenfest dagegenhalten. Mit 17, 18, vor der Beschneidung, war bei mir nach 5 Minuten einfach Ende, und dann wurde auch alles schnellstens wieder winzigklein. Heute ist der Gute richtig unerschrocken und standfest, und wenn der soll, dann kann der auch so lange, bis die Frau aufgibt. Mir hat dieser Eingriff ein Selbstbewusstsein gegenueber Frauen verschafft, das ich nie wieder missen moechte.
Und wenn dann noch das Argument der Beschneidungsgegner kommt, beschnittene Penisse taeten der Frau weh, kann ich nur sagen, eine Menge Frauen erinnern sich sehr gerne an ihre Bettgeschichten mit mir. Keine davon sagte jemals "Leider muessen wir aufhoeren, weil Dein trockenes Teil mir weh tut." Ganz im Gegenteil. Smiley
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Einstellung gegenüber Nicht-Beschnittenen!?

Tahini
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Date: 06.05.2015
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Fuer mich bringt das die Frage auf, ob die, die sich beschneiden lassen, generell ein erhoehtes Beduerfnis zum tiefgreifenden, aesthetischen Selbstimage haben. Und was beinhaltet das noch? Ich habe ja schon selbst erzaehlt, dass fuer mich der Eingriff einfach nur eins von vielen Dingen ist, die man sich einfach abverlangen muss, um etwas aus sich zu machen.

Eine Art Gestaltungswille, sich selbst zu gestalten, ist vermutlich allen gemeinsam, die das durchziehen; interessant waere nun, das in seiner gesamten Ausbreitung zu verstehen. Gibt es so eine Art "typischen Beschneidungskandidaten?" Hier in England war Beschneidung schon immer das Merkmal der upper class. Man kann so gut wie sicher sein, dass die, die Queen's English sprechen und schon als 20-jaehrige mit dem Range Rover zum Golfspielen fahren, suedlich des Aequators modifiziert sind. Es ist ein Statussymbol.
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Einstellung gegenüber Nicht-Beschnittenen!?

Tahini
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Ich weiss noch, wie ich vor zwanzig Jahren nach einiger Zeit in Nordamerika nach Europa zu besuch kam, dort nach einer Mahlzeit in einem Restaurant die Toilette aufsuchte, und dachte, "igitt, so riecht's im Land der Unbeschnittenen."

Es war das erste Mal, dass ich mir darueber bewusst wurde, dass sich mein Koerpergefuehl voellig veraendert hatte. Die Beschneidung mit 18 hat mir ein Bewusstsein koerperlicher Reinheit vermittelt, das ich vorher nicht hatte. Es ist wohl wirklich eine Art Koerperkult, und mir graust es auch heute vor diesen langen, runzligen, streng riechenden Hautschlaeuchen, die manche Maenner so ungeniert praesentieren.

Es ist fuer mich der Gipfel an koerperlicher Unkultur, und faellt fuer mich in eine Kategorie mit schlecht rasiert, ungepflegt, schlecht ernaehrt, ungebildet, etc.

Vielleicht bin ich ein Snob, aber ich finde, es bedarf Arbeit an sich selbst, etwas aus sich zu machen, und ein beschnittenes Anhaegsel ist nur eines von vielen anderen Dingen, die der vollendete Gentleman einfach haben muss.
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Tahini
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Hi Gentile,

ganz so "one way" ist das ticket gar nicht, wie ich an mir selbst erfahren konnte. Meine Beschneidung vor 24 Jahren war eigentlich eine, die die Eichel und den Eichelkranz freilegte. Mittlerweile jedoch ist der Eichelkranz wieder bedeckt, und ich kann auch, wenn ich will, Haut voellig ueber die Eichel ziehen, und die bleibt da den ganzen Tag lang. Irgendwie "waechst das nach", wenn man da regelmaessig dran zieht.

Insofern... man kann sich entspannen, ist alles nicht so endgueltig. Hat natuerlich auch einen anderen Betrachtungswinkel: Nicht zu viel dran ziehen, wenn man nicht will, das es wieder laenger wird.
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Tahini
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Aus meiner persoenlichen Sicht ist es sehr wichtig, der Stimme des Herzens zu folgen. Die einzigen Situationen, die ich in meinem Leben bereue, sind die, in denen ich das nicht getan habe. Natuerlich endet nicht jede dieser Verlockungen segensreich, wenn man ihnen nachkommt, aber selbst dann kann man sich sagen, man hat etwas getan, hinter dem man emotional voll und ganz stand. Anschliessend sieht man weiter, und das ist dann auch voll akzeptabel, selbst, wenn man Einblicke erhaelt, mit denen man nicht rechnete. Genau dafuer ist's ja da, das bringt einen weiter.

Aber um mal was Handfesteres als meine Orakelei zu bieten:

Bei mir war's genau so. Ich war jahrelang Feuer und Flamme fuer die Sache, mir gefiel einfach so sehr, wie das aussah. Und dann habe ich's machen lassen, und es ist prima. Ist jetzt 24 Jahre her, und ich kann nicht behaupten, dass irgendwas daran mir missfaellt.

Sieh's so als wuerdest Du Dir einen Sportwagen kaufen. Klar ist das anders als haette man einen japanischen Kompaktwagen, aber gerade das ist ja der Reiz.
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Wieso gehen die Meinungen über Beschneidung auseinander?

Tahini
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ID: 22
Posts: 148
Interessanter Vergleich, Zahnregulierungen und Beschneidung. Sollte sich mal eine Opposition zur Zahnregulierung bilden, so, wie es heute ja auch Impfgegner und Beschneidungsgegner gibt, sehe ich auch da eines Tages im Internet die Fetzen fliegen, und die Allgemeinheit verunsichert sein.

Vermutlich gibt es nur einen richtigen Ausweg aus der Schlammschlacht: Eindeutige, wissenschaftliche Belege, die so eindeutig sind, dass auch die jetzigen Skeptiker still sind. Wir haben jede Menge wissenschaftliche Beweise, aber die werden ja doch zerpflueckt. Das Thema ist noch immer untererforscht.

Naja, wohlan... vielleicht sollte ich mich mal dranmachen, bin schliesslich Wissenschaftler.
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